Forderungen der Tarifrunde 2018

Die Bundestarifkommission der komba gewerkschaft hat heute die Forderungen für die Tarifrunde 2018 für den öffentlichen Dienst für Bund und Kommunen aufgestellt:

Lineare Entgelterhöhung von 6 Prozent

mindestens jedoch 200 Euro

Laufzeit: 12 Monate

Azubis:

  • 100 Euro Entgelterhöhung
  • Verbindliche Zusagen zur Übernahme
  • Tarifierung einer Ausbildungsvergütung für betrieblich-schulische Ausbildungsgänge
  • Erhöhung des Urlaubs für Auszubildende um einen Tag

20 Prozent Nachtarbeitszuschlag auch im Besonderen Teil Krankenhäuser

Weitere Forderungen:

  • Zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des linearen Abschlusses auf die Bundesbeamten
  • Angleichung der Jahressonderzahlung im Tarifgebiet Ost an das Tarifgebiet West der VKA
  • Erhöhung des Wechselschicht- und Schichturlaubs
  • 20 Prozent Zuschlag für Samstagsarbeit auch im Besonderen Teil Krankenhäuser
  • Einrechnung der Pausen in die Arbeitszeit bei Wechselschichtarbeit auch in den Besonderen Teilen Krankenhäuser und Pflege- und Betreuungseinrichtungen
  • Zusage, auf regionaler Ebene über ein kostenloses landesweites Nahverkehrsticket zu verhandeln
  • Verbesserung der Regelungen zur Kostenübernahme des Ausbildenden beim Besuch auswärtiger Berufsschulen
  • Verhandlungszusage über Erweiterungen der Regelungen für leistungsgeminderte Beschäftigte
  • Fortschreibung der Regelungen zur Altersteilzeit
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Wenn die Arbeitgeber den öffentlichen Dienst nicht vor die Wand fahren wollen, können sie unsere Forderung eigentlich direkt unterschreiben“, erklärte der dbb Bundesvorsitzende Ulrich Silberbach am 8. Februar 2018 in Berlin. „Bund und Kommunen sollten in dieser Einkommensrun-de ein Zeichen für eine wirklich nachhaltige Personalpolitik setzen. 6 Pro-zent linear, mindestens aber 200 Euro als soziale Komponente, für Aus-zubildende 100 Euro: Mit einer solchen Einkommensentwicklung kann man die Attraktivität und die Nachwuchsgewinnung für den öffentlichen Dienst sichern. Das ist dringend nötig, denn 60 Prozent der Kolleginnen und Kollegen sind schon heute älter als 45 Jahre. Aktuell fehlen zudem bereits über 200.000 Beschäftigte“, so Silberbach.

Im vergangenen Jahr sind die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Gemeinden um 4,1 Prozent gestiegen und damit doppelt so stark wie die Wirtschaftsleistung in Deutschland. „Das Grundrezept, um den öffentlichen Dienst attraktiv zu gestalten und Personal zu gewinnen, ist somit offensichtlich.

Die erste Verhandlungsrunde findet am 26. Februar 2018 in Potsdam statt.